Kalows Werder - Rund um den Mierendorffplatz


Spaziergänge

Schloßpark Spreeufer/Ruhwaldpark Landwehrkanal/Zoo/Tiergarten Kleingärten Pfefferluchmündungspark

Schloßpark Charlottenburg

Dieser bietet sich natürlich an. Zum einen ist er der nächstgelegene größere Park, zum anderen auch historisch bedeutungsvoll. Abgesehen von dem Schloß mit verschiedenen Museen und dem Schinkel-Pavillon, dem Belvedere und dem häufig von umherirrenden Touristen gesuchten Mausoleum ist er auch als Park durchaus interessant.

Vor dem Schloß befindet sich ein angelegter Garten, der jedoch derzeit komplett umgestaltet wird. Dieser Teil erstreckt sich bis hin zum Karpfenteich, an dessen Ufer einige Putten stehen, und wo eine breite Treppe zu den dort meist in größeren Mengen vorhandenen Wasservögeln hinabführt.

Schloß Charlottenburg abends über den Karpfenteich fotografiert

Der Rest des Gartens ist im Stile englischer Landschaftsgärten gestaltet: Große Wiesen wechseln sich mit Gehölzen ab. Zwischendurch, wie kleine Flüsse, ein paar Wassergräben, die ganz früher Mal zum natürlichen Laufe der Spree gehörten, jedoch durch die verschiedenen Parkgestalter (u.a. Lenné) immer wieder neu 'verlegt' wurden.

Relativ frisch (Jahr 2000) sind die beiden Durchstiche von der Spree zum Karpfenteich im Süden bzw. in der Nähe des Belvederes. Dort ist zum Teil auch der Verlauf der Wege verändert worden und es ergaben sich neue Ansichten.

Ein bißchen schade, oder auch nicht, je nachdem, wie man es sieht, ist, daß die Touristen sich hauptsächlich in dem schloßnahen Bereich bewegen, während das erholungssuchende Volk der näheren Umgebung sich mehr auf den Wiesen im Norden herumtreibt. Der auf mich am natürlichsten wirkende Teil des Parks befindet sich an dem Gewässer nördlich des kleinen Hügels, fast schon an der Eisenbahn. Dort ist in den letzten Jahren eine hübsche kleine Sumpflandschaft entstanden, an welcher sich zu bestimmten Zeiten die Frösche tummeln.

Was dem Park fehlt, sind Toiletten, Restaurationen und vielleicht ein etwas größerer Hügel, um sich auch einmal von weiter oben einen Überblick verschaffen zu können.

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Spreeufer und Ruhwaldpark

Der Ruhwaldpark ist, obgleich nicht besonders groß, einer der vollkommensten Parks, die ich kenne. Er befindet sich zwischen Ruhwaldweg und Spandauer Damm. Von Kalows Werder aus kann man ihn über den Spreeuferweg erreichen. Dieser beginnt an der Eisenbahnbrücke über die Spree beim Bahnhof Jungfernheide. Dort kann man die Spree parallel zur Eisenbahn auch überqueren. Dann geht man unter Brücke hindurch nach Norden. Man durchquert die Kleingartenkolonie und geht am Ufer der Spree entlang bis unter die Autobahnbrücke hindurch (wo derzeit wegen der neuen Schleuse gbaut wird). Weiter am Ufer geht es unter einer weiteren S-Bahnbrücke hindurch immer weiter am Spreeufer. Nach der nächsten Brücke (Fürstenbrunner Weg) biegt man nach links ab und trifft auf den Ruhwaldweg. Diesem folgt man an Gärten vorbei bis zu einem Bahnübergang, der noch eine Schranke und ein Schrankenwärterhäuschen hat. Letztens habe ich mal gelesen, es sei das letzte Berlins. Wenn die Schranken offen sind, überquert man die Gleise und folgt dem Weg bergauf mit einem Bogen nach rechts. Kurz darauf beginnt auf der linken Seite der Ruhwaldpark.

Von Anfang an auffällig ist, daß sich dieser an einem Hang befindet, wo der Westend etwas zur Spree hin abfällt. In diesem Park geht es also an der Nordseite richtig ein bißchen bergauf. Es gibt einen Weg mit vielen Treppen, der durch einen romatischen Wald ,it großen Bäumen führt, oder man bewegt sich an einer Hangwiese und Nadelhölzern vorbei um das Schloß Ruhwald (das eine Kita beherbergt) herum zu dem oben gelegenen flachen Parkteil. Dort gibt es eine große und eine kleinere Wiese, sowie eine von Bäumen überdachte Allee, die auf eine tempelartige Anlage zuführt. Auch gibt es hier einen großen (sehr originellen) Spielplatz. Der tiefste Punkt im Park ist ein kleiner Teich, der erst relativ spät angelegt wurde und das einzige Gewässer der Anlage ist. Dieser befindet sich am nördlichen Eingang im 'Tal'.

Der Ruhwaldhang mit hölzerner Brücke

Alternativ bieten sich auch andere Wege zum Park an. So kann man z.B. kurz vor der Autobahnbrücke auch nach links abbiegen und durch einen Tunnel an eine Gaststätte mit dem bezeichnenden Namen "Tunneleck" gelangen. Dann nach einer Weile auf der linken Seite unter einer Brücke hindurch zu einer zu einer weiteren Kleingartenkolonie am Fürstenbrunner Weg gehen, durch diese zur Straße und anschließend nach einem Stück Fürstenbrunner Weg nach Nordwesten hinter dem Friedhof links hinauf zum Höhenweg, von wo aus man ganz gut über die Spree und Siemsstadt schauen kann. Über verschiedenen Schleichwege gelangt man durch die oben gelegen Kleingärten zu einem Seiteneingang am Ruhwald. Aber derjenige, den es interessiert, der wird sich vermutlich sowieso einen Stadtplan zur Hilfe nehmen. Aus der Tatsache, daß es in diesem Park eigentlich (obwohl er so klein ist) nie so richtig voll ist, schließe ich, daß er nochein Geheimtip ist.

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Am Landwehrkanal zu Zoo und Tiergarten

Wie der Spreeuferweg nach Nord-Westen zum Ruhwaldpark führt, so kann man auch nach Südosten dann später am Landwehrkanal entlang nach Südosten spazieren. Man muß nur einen Weg ans südliche Spreeufer finden, z.B. an der Schloßbrücke oder an der Rötgenbrücke. Man erreicht dann bald die Stelle, wo Spree, Landwehrkanal und der Verbindungskanal zusammenfließen. Dort wirkt das Gewässer fast seeartig erweitert. Weiter geht es unter verschiedenen Brücken hindurch und an Gebäuden der Technischen Universität vorbei bis an die Charlottenburger Brücke. Am Wochende findet hier einer der bekanntesten Flohmärkte Berlins statt. Der weitere Weg führt durch das Charlottenburger Tor hindurch und auf die andere Seite der Straße des 17. Juni. Dann beginnt schon der erste Teil des Tiergartens. Unter der Bahnbrücke am S-Bahnhof Tiergarten müßte man noch hindurch und dann steht einem die ganze Welt des Tiergartens offen. Wenn man noch einigermaßen beisammen ist, sollte der Weg bis dorthin kaum eine Stunde betragen haben. Von hier aus kann man auch nach rechts den Landwehrkanal überqueren und über einem Wegstreifen zwischen Eisenbahn und Zoo zum Zooeingang gelangen. Wenn einem der Rückweg zu lang ist, so gibt es gerade am Zoo eine Menge öffentlicher Verkehrsmittel, welche zur Rückfahrt benutzt werden können. Es geht nach Kalows Werder tatsächlich sowohl mit Bus, U-Bahn als auch S-Bahn. Natürlich kann man's auch umgekehrt machen.

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Kleingärten

Auf Kalows Werder gibt es keine größeren Parkflächen, dafür aber einige Gartenkolonien. Nördlich der Eisenbahnstrecke kann man z.B. entweder am Verbindungskanal unter der Eisenbahnbrücke hindurch oder von der Lise-Meitner-Straße aus auf einem Weg zu einer derzeit völlig neu entstehenden Kolonie gelangen, welche durch die vielen noch freien Flächen ihren ganz eigenen Charme hat.

Die neue (bereifte) Kolonie nördlich der Gasanstalt und der Eisenbahn

Ein ganz anderes auf mich immer wieder riesengroß wirkendes Gelände befindet sich zwischen Goslarer Ufer, Gaußstraße, Lise Meitner-Straße und Kaiserin Augusta-Allee. Mietshäuser gibt es auf diesem Areal nur zur Kaiserin-Augusta-Allee hin. Ansonsten schaut man problemlos nach Norden zu den Resten der Gasanstalt, nach Südwesten zum Bürohaus am Mierendorffplatz oder nach Osten über den Kanal zu den Teilen Moabits, die früher mal Martinickenfelde genannt wurden. Die sind allerdings wenig schön und teils von Gewerbe und Industriebauten geprägt.
Die Wege in solchen Kleingarten-Kolonien sind vielfältig und laden zum selber entdecken ein.

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Pfefferluchmündungspark

Die Bezeichnung wird es wohl nirgendwo verzeichnet geben. Da das kleine Stück Park, das ich hier beschreiben möchte, jedoch auch sonst scheinbar keinen Namen hat, habe ich es halt so getauft. Er befindet sich im Süden von Kalows Werder am Nordufer der Spree. Man kann ihn erreichen von der Sömmeringstraße aus entweder bei der Brücke oder südlich der Sporthalle. Von dort führt der schmale Grünstreifen um den Fußballplatz herum. Der dritte 'Eingang' geht vom Bonhoefferufer aus, im Norden der Schloßbrücke.

Der 'Pfefferluchmündungspark' von der Schloßbrücke aus. Etwa in der Bildmitte die ehemalige Mündung. Im Hintergrund das Kraftwerk Charlottenburg.

Bei der Caprivibrücke ist der breiteste Teil des Parks, wo sich auch ein ganz hübscher Spielplatz befindet. Den Namen Pfefferluchmündungspark habe ich gewählt, weil sich an der Spree in diesem Park eine kleine Einbuchtung befindet, die kein befestigtes Ufer hat. Sie ist bei Wasservögeln sehr beliebt. Dies ist, wie sich aus alten Karten ergibt, der Rest eines Gewässers Namens Pfefferluchgraben, der sich von Norden her einst durch das Gelände von Kalows Werder zog. Wer mag, kann seinen Spaziergang nach Osten hin zum Spreebord verlängern und am architektonisch durchaus interessanten Kraftwerk Charlottenburg vorbei gehen und wählt als Rückweg vielleicht das andere Spreeufer.

Oder er schafft es, über das Straßenwirrwar am Nordende der Schloßbrücke hinweg zum anderen Teil des Bonhoefferufes, wo man ebenfalls am Spreeufer einen Grünstreifen findet. Der Rückweg könnte dann durch den Schloßpark führen.

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