Reise - Jonsdorf im Zittauer Gebirge im Juni 2002 - Umgebindehäuser

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ÜBERSICHT REISE JONSDORF


UMGEBINDEHÄUSER

Experte für Umgebindehäuser bin ich mit Sicherheit nicht, aber aus dem, was ich dazu gelesen habe, blieb folgendes hängen:
Mit dem Begriff Umgebinde sind vor allem die senkrechten Holzsäulen, die mehr oder wenige kunstvoll mit einander verbunden sind, gemeint. Sie heißen so, weil sie als Gebinde wie ein stabiler Käfig die große Stube im Parterre des Hauses umfangen und so als stabile Stütze für das Stockwerk darüber dienen.
Die Wand der innen befindlichen Stube besteht aus Holz, das so aufgeschichtet ist, daß die Maserung parallel zum Fußboden verläuft. Dieses Holz sackt dann mit der Zeit etwas in sich zusammen, was die Wand sehr dicht macht und gut isoliert. Aber dadurch ist es zum Tragen eines Stockwerkes nicht geeignet. Dafür ist es in den Stuben im Winter schön warm, im Sommer kühl.
Dies soll sich auch positiv auf die Weberei ausgewirkt haben, welche früher in dieser Gegend sehr verbreitet war und eben in der guten (Weber-) Stube stattfand.
Umgebindehäuser gibt es auch anderswo in Deutschland, jedoch wohl nicht wie hier als vorherrschendes Bauprinzip.
Wir jedenfalls verdankten dieser Tatsache eine Ferienwohnung mit geräumigem Wohnzimmer.