Reise - Jonsdorf im Zittauer Gebirge im Juni 2002 - TAG 5

HOME

ÜBERSICHT REISE JONSDORF


Skizze

In Oybin - Auf Oybin - Um Oybin herum

8.6.2002, Samstag:
Der legendäre Berg mit der Kloster- und der Burgruine, welcher sich im Nachbarort befindet, sollte unser Ziel sein.
Aus Wetter- und Bequemlichkeitsgründen reisten wir mit dem Bus an. Der Bus überwindet dazu einen kleinen Paß zwischen Jonsdorf und Oybin, an welchem sich die Ortschaft Hain befindet. Diese ist auch ein beliebter Ausgangspunkt zur Ersteigung des Hochwaldes (749m).
Oybin hat einen zentralen Parkplatz, an welchem sich auch die Bushaltestelle befindet. Der Felsen des "Berg Oybin" ragt unübersehbar direkt neben dem Ortszentrum etwas mehr als 100 Meter auf. Nahe beim Parkplatz befindet sich ebenfalls der Bahnhof der Bimmelbahn.
Die Hauptstraße führt am südlichen Fuß des Berges entlang, garniert mit kunstvollen Gestaltungen eine Bachbettes.


Bacheinfassung im Ort

Schließlich gelangt man zum Anstieg, welcher an einer Kapelle vorbei mit Treppenstufen aufwärts führt. Dabei gibt es wieder einmal interessante Felsformationen zu besichtigen. Man kommt dann an einen höher gelegenen Parkplatz, welcher komplett von Bäumen beschattet ist. Zu diesem führt eine kleine Straße, von der ich nicht weiß, ob der normale Besucher sie befahren darf. Dann geht es etwas bergauf zu einem Bau mit Kasse und Souvenirshop. An dieser Stelle hat man schon einige Ausblicke auf die Leipaburg gehabt, welche auf den Felsen thront und ist gespannt, was es dort oben noch so alles gibt.


Romantisch durch die Rittergasse vom Ort zur Burg

Nach Bezahlung des Eintritts (3,50 Euro) bekommt man eine Münze, welche einem den Durchgang durch das Drehkreuz ermöglicht und steigt zur Burg empor. Dort gibt es einer Ruine entsprechend Gänge, halb eingefallene Wände und ein kleines Museum (im Eintrittspreis inbegriffen).


Burgruine auf dem Oybin

Etwas oberhalb sieht man die Reste der Kirche, welche auch für Konzerte genutzt wird. Zudem gibt es einen interessant gelegenen Friedhof, einen kleinen Kräutergarten, eine derzeit nicht bewirtschaftetes Gasthaus mit einem (bewirtschafteten) Kiosk.


Das Wirtshaus von der Burg aus

Wir nahmen den Rundweg um den Berg, der einige schöne Aussichten bietet und bestiegen außerdem den höchsten Gipfel des Oybin (514m). Dann streiften wir die Kirche und eroberten auch den zweiten Gipfel.


Aussicht auf Burgruine, Schuppenberg (l.) und Pferdeberg (r.)

Anschließend liefen wir um den in der Nachbarschaft befindlichen Schuppenberg herum über den Poetenweg zur Elfenwiese.


Bach an der Elfenwiese

Diese hat eine Quelle und bietet wegen der zweier Lichtungen am Fuße des Oybin einige nette Anblicke. Kurz darunter befindet sich der Hausgrund mit dem ehemaligen Fischteich des Klosters. Und Fische gibt es in ihm auch heute noch.
Von da aus ging es weiter um den Oybin herum zum Ort, wobei wir auch am Bahnhof vorbeikamen, in dessen Nähe wir eine Gruppe Bergsteiger in den Felsen beobachten konnten.


Am Bahnhof Oybin

Schließlich hieß unser Gasthof auch noch "Zum Berg Oybin". Ich bestellte dort eine Grillplatte für eine Person (11,50 Euro) und erhielt eine Menge Fleisches und Beilage, die auch gut für zwei Personen gereicht hätte.
Anschließend starteten wir eine halbe Umrundung des Ortes über Töpfer, Scharfenstein, Brandhöhe mit Felsengasse, Kammloch, Weberweg zum Ortsteil Hain, gelegen auf dem Sattel unterhalb des Hochwaldes.
Obwohl das Wetter teilweise versuchte, uns mit Regen den Spaß zu vermiesen, war dies eine eindrucksvolle Wegstrecke.
Zur Töpferbaude hin führte ein gut ausgebauter Fahrweg, an dessen Rand heraushängende Kabel vermuten ließen, daß dort demnächst Laternen aufgestellt werden sollen. Das Gelände um die Baude ist versehen mit vielen netten Felsformationen und schönen Aussichten nach Norden zu Zittau hin. Ein kleiner Steig führt auf das sogenannte Felsentor, welches dort das herausragende Steingebilde ist. An dieser Stelle kann ich mir gut vorstellen, mit Kindern zusammen einige spannende Stunden zu verbringen.


Das Felsentor am Töpfer


Gelände bei der Töpferbaude (r.)


Blick vom Felsentor nach Nordosten

Die Höhe hatten wir uns schon erarbeitet (ca. 570m) und wollten dies nun auf einem Weg über die Luisenhöhe zum Scharfenstein ausnutzen. Es war ein schöner Pfad, angenehm zu gehen, hier und da mit einer kleinen Aussicht oder interessanten Felsen versehen. Am Scharfenstein, der mit Treppen erschlossen ist, befanden wir uns mal wieder über den Baumkronen. Entsprechend war eine freie Sicht nach allen Seiten möglich. Besser jedoch wäre sie noch ohne Wolken und Dunst gewesen. Von Oybin aus ist dies vermutlich der am leichtesten zu erreichende Rundum-Aussichtspunkt.


Aussicht vom Scharfenstein zum wolkenverhangenen Hochwald


Der Berg Oybin mit gleichnamigem Ort davor


Felsengassenfelsen vor Hochwald


Nach der großen Felsengasse eine der typischen in Stein gehauenen Treppen

Danach ging es zur Brandhöhe mit der Großen Felsengasse.
Auch dort wandert man über den Kamm und ist beidseitig umgeben von Felswänden. Dabei ergeben sich durch Lücken hindurch häufig Aussichten in Richtung Oybin. Einfach eine abenteuerliche Gegend.
Der Rest der Strecke war gedacht als Weg nach Hain, von wo aus wir uns mit dem Bus nach Jonsdorf schaukeln lassen wollten. Da wir noch etwas Zeit hatten, begaben wir uns in ein Lokal. Als dann der Bus, den wir nehmen wollten, eine Viertelstunde eher als erwartet, an uns vorbeischaukelte, wurden wir stutzig. Das sollte der letzte Bus des Tages sein. Schließlich war es so, daß der allgemeine Plan der Buslinien für unsere Linie (13) durch einen neuen ersetzt worden war. Diesen hatten wir als Einzelplan zwar auch, jedoch nicht als unterschiedlich erkannt. Ebenso mit dem Fahrplan an der Bushaltestelle. Der erste Bus war komplett übereinstimmend, unserer aber um 15 Minuten nach vorne verschoben. Na ja, es waren noch einmal vier Kilometer und mir war es sogar angenehmer zu laufen. Aber dazu hätten wir uns nicht erst noch eineinhalb Stunden im Gasthof "Klette" aufhalten müssen.


Ländliche Impression in Hain


noch mal vom Scharfenstein nach Oybin


<< VORHERIGE SEITE ... NÄCHSTE SEITE >>