Reise - Jonsdorf im Zittauer Gebirge im Juni 2002 - TAG 6

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ÜBERSICHT REISE JONSDORF


Skizze

Um den Jonsberg zum Hochwald

9.6.2002, Sonntag:
Ich hatte zwischen Jonsberg und den Bergen nahe Oybin auf den Karten eine Art Hochtal entdeckt, das mir interessant erschien. Deshalb machte ich den Vorschlag, dieses zu ergründen. Mein erweitertes Ziel lag darin, vielleicht auf dem Rückweg dann noch den Jonsberg mitzunehmen.
Wir machten uns also auf den Weg nördlich des Hieronymussteins nach Alt-Jonsdorf. Dabei passierten wir auch die Eissporthalle. Über den Mühlweg gelangten wir zum Hungerbrunnen. Daneben befinden sich Brotstein und Luthereiche. Um diese ranken sich zwei ähnliche Sagen mit etwa folgendem Inhalt: Arme rechtschaffende Frau mit Kindern, welche Hungers litten, fand an der dort vorhandenen Quelle einen guten Geist, welcher Ihnen den Zugang zu Nahrung ermöglichte (direkt oder indirekt). Deswegen gibt es dort einen Brotstein um dessen zu gedenken und eine Luthereiche, weil dieser (olle Luther) von dem Wunder so begeistert gewesen sein soll, daß er davon immer wieder gerne erzählt hat. Aber sowohl Quelle als auch Stein und Eiche sind eher unscheinbar.


Wegweiser und Markierungen gibt es im Zittauer Gebirge mehr als genug


In die Katzenkerbe geschaut

Von dort aus entschieden wir uns nach einer kurzen Wegstrecke der Leipaer Straße entlang (Fahrweg) zur Katzenkerbe abzubiegen und über den Pferdeberg zu "watscheln". Dies war wieder ein Kammweg mit Aussichten auf den Oybin,


Blick zum Oybin vom Pferdeberg aus, im Hintergrund die Felsnadel des Scharfenstein

welcher aber einfach auch durch nett anzuschauende Wälder, Blumenwiesen und Kräuter führt. Über den Hölleweg mit vergleichbaren Qualitäten und endlich auch mal wieder Sonnenschein arbeiteten wir uns nach Hain vor, das sich für das Mittagessen anbot. Mit der Aussicht war es dann nicht mehr so gewaltig, aber Wiesen, Wälder usw. erinnerten teilweise an die Alpen.
Im "Forsthaus" in Hain aßen wir zu Mittag und hatten dort endgültig beschlossen, daß wir so nah am Hochwald diesen zweitgrößten Berg des Zittauer Gebirges nun auch besteigen wollten. Von nahezu sämtlichen Aussichtspunkten hatte uns seine Doppelspitze mit Turm auf der einen Seite, der Hochwaldbaude auf der anderen Seite freundlich begrüßt. Nun wurde es Zeit, zurückzugrüßen.
Wir entschieden uns (glücklicher Weise), nicht den breiten Wegen zu folgen, sondern nahmen einen Weg, welcher sich "Krummer" oder "Krummer Tannenweg" nennt. Dieser erinnerte an Alpine Gebirgspfade und war angenehm zu gehen. Außerdem hatten wir ihn für uns alleine. Einer der alternativen Hauptwege ist ein breiter Fahrweg, ein weiterer Weg (den wir nach untern nahmen) ist zwar auch breiter aber eben auch schotteriger und fast noch steiler. Unsere Weg-Empfehlung ist damit klar, oder!


Der Aussichtsturm beim niedrigeren der beiden Hochwaldgipfel

Der Weg endet auf der Turmseite. Dort gibt es einen Aussichtsturm, den zu besteigen man bezahlen muß. Allerdings ist das durchaus finanzierbar. Außerdem gibt es dort das "Hochwaldstübl", eine Gaststätte.
Wenn ich unsere Lieblingswanderkarte für bare Münze nehme, befindet sich der höhere (749m) der beiden Hochwaldgipfel ca. 300 Meter weiter südlich und bildet die Grenze zu Tschechien. Dort gibt es die Hochwaldbaude und diese war unser nächstes Ziel.
Nach Süden hin ist dies ein wunderbarer Aussichtspunkt. Ich würde ihn sogar der Lausche vorziehen. Leider war auch diesmal das Wetter nicht für grandiose Fernsicht geeignet.


Die sich in Dunst und Wolken staffelnden Bergketten lassen vielleicht erahnen, wie toll die Aussicht vom Hochwald bei gutem Wetter sein könnte.


Plateau und Hütte bilden dort eine bauliche Einheit. Da der Turm auf der anderen Seite noch höher ist, wird dieser wohl die komplette Rundumsicht bieten. Wir haben ihn dann trotzdem nicht mehr bestiegen sondern uns mit einer Auffüllung der Flüssigkeitsreserven im Hochwaldstübl begnügt.
Dann ging es über den Hochwaldweg (wie bereits erwähnt ein breiter aber steiler und klamottiger Weg) noch einmal nach Hain und dann über das DRK-Heim nach Jonsdorf.


Die Hochwaldbaude mit Plattform und Kreuz


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