Reise - Jonsdorf im Zittauer Gebirge im Juni 2002 - TAG 7

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ÜBERSICHT REISE JONSDORF


Zittau - Tierpark - Olbersdorfer See

Da wir nun schon den Hochwald hinter uns hatten, konnten wir uns auch mal der bedeutendsten Stadt der Gegend widmen: Zittau.
Einen kleinen Eindruck hatten wir ja schon bei unserer Anreise gewonnen, schließlich war unsere Bahn in Zittau angekommen.
Meine Planung war dreiteilig: Tierpark / Innenstadt / Olbersdorfer See.
Der Tierpark konnte schon einmal für Unterhaltung und nette Bilder sorgen, die Zittauer Innenstadt für einen Eindruck der hiesigen Kultur und Bauwerke, der Olbersdorfer See noch einmal für eine Vorstellung, was ein renaturierter aufgefüllter Braunkohletagebau so alles bieten könnte.
Allerdings war es etwas schwierig Spannung und Neugierde über die nicht unerheblichen Wegstrecken hinweg aufrecht zu erhalten. Dies lag zum einen an einer Haltestelle in Zwickau, deren Bezeichnung sich nicht in unseren Plänen finden ließ, aber auch an der so oder so vorhandenen Entfernung zwischen den Orten unseres Interesses.


So gelangweilt, wie dieser Affe waren wir im Zoo von Zittau nicht

Von der Bushaltestelle zum Tierpark war es jedenfalls ein ganzes Ende und dies wurde durch die falsch gewählte Haltestelle und einen Umweg noch länger. Als wir dann dort waren, hat es uns durchaus unterhalten. Der Tierpark ist nicht etwa mit exotischen Tieren gespickt, sondern hat eine Auswahl von Tieren, die sich zum Teil auch in begehbaren Gehegen besuchen lassen. Und der Preis scheint angemessen (unter 2 Euro).


Diese großen Vögel teilten ein frei begehbares Gehege mit Känguruhs...


...die uns böse angesehen haben.

Zudem gibt man sich große Mühe, mit Skulpturen und Sonderinformationen besonders für Kinder spannend und lehrreich zu sein. Das Gelände bietet noch viele Gelegenheiten, Erweiterungen zu schaffen. Mein Eindruck war: Liebenswert.
Wir haben uns immerhin anderthalb Stunden dort aufgehalten.
Am Zoo steht eine Gaststätte, in welcher wir gut gegessen haben und das endlich mal bei Wärme und Sonnenschein. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr aufgestanden. Von der Terrasse sah man zum Teich im Weinaupark, wo uns die Enten unterhielten.
Für den Rückweg wählten wir die Weinauallee, welche nicht nur kürzer ist, als die für Autos ausgeschilderte Strecke, sondern auch viel schöner. In der Mitte befinden sich zwei Wege, gesäumt von großen Alleebäumen, daneben die Straßen, dann folgen beindruckende Stadtvillen.


Die Weinauallee

Hinter den Eisenbahnlinien ging es ins Zentrum, welches viele schöne Gebäude einer historischen Innenstadt bietet, aber auch noch ab und zu Ruinen.


Das Zittauer Rathaus


Die Fleischbänke

Aus Zeitgründen konnten wir dem Ensemble nicht die Aufmerksamkeit widmen, die es verdient hätte, denn wir wollten ja noch zum Olbersdorfer See und dann mit der Dampfbahn zurückfahren.


Der Marstall


Der Herkulesbrunnen

Der Olbersdorfer See ist ein Braunkohletagebau, welcher einstmals sogar noch deutlich weiter ausgebaut werden sollte (was weitere erhebliche Flächen von Zittau und Olbersdorf vernichtet hätte). Durch die politischen Entwicklungen in Deutschland ab 1989 wurde dies jedoch abgewendet. Die entstandene Senke wurde schließlich (so viel ich weiß) zwischen 1996 und 2001 mit Wasser aufgefüllt, so daß ein beachtlicher See entstand. Der Rest des Tagebaus wurde sozusagen renaturiert bis hin zu einer Landesgartenschau. Nun gibt es dort parkähnliche Gelände, Badestellen, einen Campingplatz und auch eine Art Bergbaumuseum. Noch sieht das alles sehr angelegt aus, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben.


Sicht über den Olbersdorfer See zum Hochwald

Übrigens fiel dereinst eine Kirche von Olbersdorf dem Tagebau zum Opfer, wie außerdem auch Häuser. Die Spitze dieses Kirchturms ist als Denkmal auf einer Anhöhe über dem See ausgestellt. Nahe dabei liegt einer der Bimmelbahnhöfe von Olbersdorf, welchen wir für unsere Rückfahrt ansteuerten. Dann ging es mit der schnaufenden Dampflok zurück nach Jonsdorf. Billig ist das nicht, aber billig ist sicher auch der Betrieb der Strecke nicht. Na ja, das hatten wir also auch noch mal gemacht.


Der südliche Arm des Olbersdorfer Sees, dessen Ufer unter anderem im Rahmen einer Landesgartenschau gestaltet wurde


"unsere" Bimmelbahn im Bahnhof Jonsdorf


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