Reisen - Mittenwald August 2000 - Tag 8

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11.8.00, Freitag

Gasselahnbach

Landkarte

Nach der längeren Wanderung stand mir der Sinn nach etwas ruhigerem. Der Tag begann vielversprechend ohne ein Wölkchen am Himmel. Es waren auch größere Temperaturen angekündigt, so daß es sich anbot, die Nähe kühlenden Nasses zu suchen.

Ein paar Tage zuvor waren wir auf dem Weg von der Hochlandhütte an einem Faszinierenden Bach vorbeigekommen. Und diesen wollten wir noch einmal aufsuchen. Zuvor packten wir etwas zu Essen und Trinken ein und machten uns dann am Isarufer in Richtung Norden auf. Der Weg ist auch als Radwanderweg gekennzeichnet. Da er jedoch teilweise nur mittelmäßig breit ist, bringt das mit sich, daß man immer wieder ausweichen muß, wenn ein Zweirad zum Überholen ansetzt. Dafür führt er durch einen sehr gemütlich wirkenden Teil von Mittenwald. Dann geht es durch das Kasernengelände nach rechts auf den Rehbergwald zu. Man geht unter der Hauptstraße durch, dann nach rechts ein kleines Stück auf einem Fahrweg parallel zur Straße. Kurz bevor das Gelände sich zu einem breiten Bachbett öffnet, geht links ein Steig den Hang hinauf.

VOM STEILEREN WEG ÜBER DEN KASERNEN GIBT ES EIN PAAR NETTE AUSSICHTSPUNKTE, TEILWEISE MIT BÄNKEN. IN DER BILDMITTE DIE WETTERSTEINSPITZE, DIE 2297m HOCH IST.

Dieser endet an einem Fahrweg, der den Hang quert. Diesem folgt man nach rechts bergauf ins Tal hinein. Es gibt dann abwechselnd steile und flaches Stücke. Der Gasselanbach kommt einem allmählich von unten entgegen. Kurz nachdem er uns fast erreicht hat, kommt auf der rechten Seite der Abzweig zur Dammkarhütte. Wir gehen aber weiter geradeaus. Anschließend fängt der Bereich des Baches an, der uns gefallen hat. Und dort ließen wir uns nieder.

AH! SCHÖN KÜHLE FÜßE!

Es war eine Stelle, an der das Wasser in vielen kleinen Stufen von Wanne zu Wanne plätschert. Einen Stein zum draufsetzen findet man immer. Und man kann die Füße ins Wasser halten, seine Getränke an einem Platz, wo das Wasser ruhiger ist, zur Kühlung deponieren.

UNBEKANNES TRINK-OBJEKT (UTO) IM WASSER GESICHTET

UTO (SIEHE BILD VORHER) VOR BACHLAUF

Dann darf man das Rauschen genießen, in die Landschaft schauen, Lesen oder auch versuchen, den Lauf des Wassers etwas zu verändern. Baumaterial liegt für gewöhnlich genug herum. Wir bauten an diesem Tage nicht. Ich zog mir eine Badehose an und fing an, die Begehbarkeit des feuchten Geländes zu testen. Es gab da beispielsweise eine Kleine Insel zwischen den aufgespaltenen Wasserläufen, die ich eroberte. Anschließend kletterte ich noch ein bißchen bachaufwärts um hier und da ein kleines Fußbad oder auch mehr zu nehmen. Ich gebe zu, daß das nach Spielerei klingt. Und genau das ist es auch. Ich spiele sehr gerne mit dem fließenden Wasser herum, das sich immer wieder erneuert und so frisch und klar ist.

ES HAT EIN WEILCHEN GEDAUERT, BEVOR ICH MIR ZU (BAR-)FUß IN DEM BACHLAUF VOLLER STEINE DIESES PLÄTZCHEN ERARBEITET HATTE.

Nachdem ich mich ein bißchen ausgetobt hatte, wurde gelesen oder einfach nur geträumt.

TRÄUM, TRÄUM, PLÄTSCHER...

Gegen 16 Uhr traten wir den Heimweg an und nahmen praktisch genau den gleichen Weg zurück wie hin. Den ganzen Tag hatte die Sonne geschienen und es war auch wirklich warm gewesen. Obwohl wir anderthalb Liter Flüssigkeit pro Person dabei gehabt hatten, trank ich in der Wohnung ohne Mühe gleich noch einen Liter und zum Abendbrot in der "Hochlandklause" noch einmal eineinhalb Liter.

AM ABEND BOT SICH EIN SCHAUSPIEL, DAS MAN AUCH ALS ALPENGLÜHEN BEZEICHNET. DIE UNTERGEHENDE SONNE FÄRBTE DIE FELSWÄNDE RÖTLICH EIN.


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