Reisen - Mittenwald August 2000 - Tag 13

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15.8.00, Mittwoch

Karlwendelbahn / Kurpark

Nachdem wir uns mit dem Frühstücken Zeit gelassen hatten, machten wir uns am späten Vormittag gemächlich auf zur Talstation der Karlwendelbahn, die etwa zehn Minuten entfernt ist. Das Wetter war, wie die letzten Tage, sonnig. Mit uns zusammen waren durchaus noch einige andere Leute im Wartebereich, die von etwa 950 m auf 2244 m katapultiert werden wollten. Dies geschieht dann in etwa sechs Minuten, geht also sehr schnell.

GUT FESTHALTEN! DER HÖHENUNTERSCHIED VON ETWA 1300 METERN WIRD SEHR SCHNELL ÜBERWUNDEN.

Oben angekommen, mußten wir uns erst einmal orientieren. Das Gebäude liegt in einer Art Kar mit etwas mehr als einem halben Kilometer Durchmesser. Dort kann man einmal rundherum auf relativ breiten Wegen wandern. Ein etwas steilerer Anstieg mit leichter Kletterei, wie es schien, geht zur Westlichen Karlwendelspitze hinauf, deren Gipfelkreuz gut sichtbar in 2385 m Höhe über einem thront. Unterhalb von ihr führt der Weg zu einem Sattel, an dem sich auch ein paar Bänke befinden und von wo aus man in die Karlwendeltäler blicken kann. Leider war es jedoch recht dunstig, so daß man nicht gerade von guter Fernsicht sprechen konnte.

LINKS DIE BERGSTATION DER KARLWENDELBAHN (2244m). DER LINKE GIPFEL DES RECHTEN MASSIFS IST DIE WESTLICHE KARLWENDELSPITZE.

In Richtung Südwesten schließlich geht es zu einem Ersten Vorgipfel der Linderspitzen, der etwas niedriger als die Karlwendelspitze ist. Von dort hat man auch die klassische Aussicht auf Mittenwald und die Seen. Wir machten diese Runde und wie immer viele Fotos. Der Weg zur Karlwendelspitze war mir zu voll, darum unterließ ich es, dorthin zu laufen. Es war natürlich ganz allgemein einiges los. Manche fuhren sogar mit Badelatschen hinauf, was auf diesem Untergrund schon etwas bedenklich ist.

NEBEN DER KARLWENDELSPITZE BEFINDEN SICH EIN PAAR FELSEN, ÜBER DIE MAN SICH MIT FEST ANGEBRACHTEN METALLSEILEN HERÜBERKÄMPFEN KANN. ABER MAN HAT DABEI JEDE MENGE ZUSCHAUER.

DIES IST NOCH EINMAL DIE BERGSTATION DER SEILBAHN MIT RESTAURANT. DER ÜBERDACHTE GANG, DER RECHTS AUS DEM BILD HERAUSFÜHRT, GELEITET EINEN ZUM EINGANG DES DAMMKARTUNNELS.

AUF DIESEN WIESENBALKON KANN MAN SCHAUEN, WENN MAN SICH IN DEN SÜD-OSTEN DER WESTLICHEN KARLWENDELGRUBE BEGIBT.

DIES IST DER BLICK NACH SÜDEN. ÜBER DIESE GIPFEL FÜHRT DER MITTENWALDER KLETTERSTEIG.

So gegen Mittag waren wir einmal rum und gingen Schließlich noch durch den etwa einen halben Kilometer langen Dammkartunnel zum Dammkar hinüber.

DAS IST IM CA. 1/2 KM LANGEN DAMMKARTUNNEL. ER IST FEUCHT UND MIT GUMMIMATTEN AUSGELEGT, DAMIT MAN NICHT AUSRUTSCHT. ER IST ETWA DREI METER BREIT UND GUT ZWEI METER HOCH. IN RICHTUNG DAMMKAR FÜHRT ER LEICHT BERGAB.

ALS WIR WIEDER IM FREIEN WAREN, SAHEN WIR UNTER ANDEREM DIESES SCHNEEFELD IN RICHTUNG DAMMKAR. ES WAR GAR NICHT MAL SO BREIT, ABER BESTIMMT VIER METER DICK. RECHTS GEHT ES STEIL HINUNTER INS KARLWENDELTAL.

SCHON IM SOMMER IST DER BLICK VOM ENDE DES TUNNELS HINUNTER IN DAS DAMMKAR BEEINDRUCKEND. ABER IM WINTER MIT SKIERN? ICH WEIß NICHT...

JETZT MAL ETWAS WEITER LINKS GESCHAUT. DORT GIBT ES EINEN GROßEN ZAUN, DER WOHL VERHINDERN SOLL, DAß SICH IM WINTER MUTIGE SKIFAHRER LINKS VON IHM ZU TODE STÜRZEN.

Das Dammkar ist im Winter eine schwarze Abfahrt für Skifahrer und gilt wohl als die längste in Deutschland. Im Sommer ist es ein steiles Felsental voller Geröll. Durch das Dammkar kann man zur Dammkarhütte absteigen und dann schließlich bis nach Mittenwald.
Vom Ende des Tunnels sind wir noch ein paar Meter bergab gelaufen. Dort war ein Schneefeld und etwas darunter beginnt ein großer Zaun, der wohl im Winter verhindern soll, daß man auf der falschen Seite abfährt und sich und Andere gefährdet. Auf diesem Hang kletterte gerade eine Gams herum.
Nachdem wir auch diese Gegend mehrfach abgelichtet hatten, gingen wir durch den Tunnel wieder zurück. Auf der anderen Seite waren die Gipfel in Wolken verschwunden. Wir ließen uns trotzdem an einem Tisch des Restaurants nieder und beobachteten bei Suppe und Bier das Schauspiel der kommenden und gehenden Wolken. Außerdem konnte man sich von den Bergdohlen unterhalten lassen, die einem dort fast auf den Tisch hüpfen, wenn man nicht aufpaßt.

GERADE WAR ALLES IN DEN WOLKEN. DANN TAUCHTEN ALLMÄHLICH DOCH WIEDER EIN PAAR SCHATTEN GEGEN DEN HORIZONT AUF.

DIE 'GRUBE' VON DER TERRASSE DER KARLWENDELBAHN

FRECHE BERGDOHLEN AUF DEM GELÄNDER, JEDERZEIT BEREIT, EINEM AUF DEN TELLER ZU HÜPFEN.

Am frühen Nachmittag schließlich fuhren wir wieder ins Tal hinunter.

BEI DER FAHRT MIT DER SEILBAHN HINUNTER INS TAL KOMMT MAN ETWA BEI DER HÄLFTE DER STRECKE AN DER MITTENWALDER HÜTTE VORBEI. DETEKTIVISCH VERANLAGTE ZEITGENOSSEN KÖNNEN NATÜRLICH AUCH BESTIMMEN, ZU WELCHER UHRZEIT DIES GESCHAH.

KURZ VOR DEM 'EINPARKEN' IN DER TALSTATION NOCH EIN BLICK AUF SÜD-MITTENWALD

Am Abend gingen wir dann noch durch den Kurpark von Mittenwald der ganz hübsch am Berghang angelegt ist und aßen dort in der Nähe Abendbrot. Nach dem Rückspaziergang landeten wir dann auch wieder auf der Terrasse unserer Gastgeber. Der Kurpark ist ganz hübsch und nett (großenteils an einem Hang) angelegt. Über allem thront eine Villa. Es gibt ein paar spezielle Bauten und Gewässer.

NEBEN EINER ART KNEIPP-ANLAGE ZUM WASSERTRETEN FAND SICH DIESER BRUNNEN NEBST HÄUSCHEN.

ZUR ABSCHÄTZUNG DER DIMENSION DES PARKS IST DIESES BILD GEEIGNET. DAS HAUS MARKIERT IN ETWA DAS OBERE ENDE DES PARKS. WIR BEFINDEN UNS AM UNTEREN ENDE.

EINE NETT ANGELEGTE KOMBINATION MIT HÜTTE, GEWÄSSER UND SPRINGBRUNNEN. ZU SCHAUEN GIBT ES HIER SCHON EIN PAAR ECKEN.

DAS LICHT DER VON DER UNTERGEHENDEN SONNE ANGELEUCHTETEN WOLKEN SPIEGELT SICH IM MÜHLENBACH. WAR AUF DEM HEIMWEG VOM KURPARK IM SÜDEN MITTENWALDS.


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